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Montag, 22. Juni 2015

21. HELLA HAMBURG HALBMARATHON - 21.06.2015

Es war es soweit. Pünktlich um 10:00 starteten die 8581 Teilnehmer aus 71 Nationen beim 21. Hella Hamburg Halbmarathon. Ich und Lisa's Onkel waren schon gegen 08:30 an der Reeperbahn, zu der Uhrzeit war es noch sehr idyllisch. Wir schauten noch den Skatern beim Start zu und dann ging es für mich an das Aufwärmen, das obligatorische Lauf-ABC.

Um 09:50 gesellte ich mich zu den an anderen Startern und zwar bewusst vor dem Pacer der die 1:29:00 vorgab. Mein Ziel war es vor dem Pacer ins Ziel zu kommen, denn ich wollte die 1:30:00 auf den 21k knacken.

Ich trug eine kurze Hose und kurzes Shirt sowie meine CEP Superlight Kompressionssocken. An den Füßen meine Nike Zoom Streak 5 und am Handgelenk meine neue Polar V800. An meinem Nathan Startnummernband hatte ich zwei Dextro Energie Gel Päckchen (Kohlenhydrate)

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Hamburg hat mich in mehrerer Hinsicht beeindruckt. Zum einen das Wetter war wunderbar, blauer Himmel, kaum Wolken (auch wenn sich das im Laufe des Rennes noch änderte) und sehr angenehme Temperaturen um die 14°C.

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Zum anderen die Strecke. Vom Start weg ging es leicht bergab, anschließend wieder leicht bergauf. Beim 2. KM bemerkte ich das mein linker Schnürsenkel offen war. Es gab keine andere Möglichkeit, ich musste mich an den rechten Straßenrand stellen, ich hatte mir meine Vordermänner gemerkt und mich zügig wieder an Ihre Fersen geheftet. Es folgte eine Linkskurve und dann ging es stärker bergab natürlich gefolgt von einem kleinem Anstieg. Man kommt somit bei KM 5. wieder beim Start vorbei. Es galt dann nochmal leicht bergab und bergauf zu laufen bis dann ab KM 8. es eigentlich nur noch geradeaus ging. Genau da kamen die Seitenstiche hervor, eventuell war ich zuvor zu schnell bergab gelaufen. Jedenfalls ging ich mit dem Tempo runter und bekam die Atmung nach sehr kurzer Zeit mit tiefen Ein-und Ausatmen unter Kontrolle. Ich konnte meine Pace wieder aufnehmen.

Es ging am Fischmarkt und den Landungsbrücken entlang Richtung Binnenhafen. Man lief über die Lombardbrücke, machte bei KM 14. einen U-Turn und lief über die Kennedy-Brücke einmal um die halbe Außenalster entlang. Auf dem letzten Kilometer bis zum Ziel geht es noch einmal bergauf. Ich zog ab Kilometer 18 noch einmal das Tempo an, auf den letzten 300 Metern war das Ziel in Sichtweite.
Um mich herum zirka fünf gleichschnelle Läufer, ich gab alles, konnte zirka 4 Läufer überholen, dann zwickte die linke Wade gleichmal. Es blieb beim kurzen Zwicken, aber zwei Läufer waren noch schneller und gingen an mir vorbei.
Einer davon war ein Arbeitskollege von mir, der bei der Berliner "RUN PACK" Crew läuft. Wir gingen abwechselnd aneinander vorbei, zuerst überholte er mich bei KM 12., dann ging ich bei KM 14. an ihm vorbei, dann wieder er, kurz vorm Ziel überholte ich ihn, klopfte ihm auf die Schulter, sagte ihm noch "los komm". Er konnte mehr als ich, er kam mit ein paar Sekunden vor mir ins Ziel. Bravo!!!


Image and video hosting by TinyPicIch bin mit einer 1:27:40 ins Ziel gekommen und mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Damit bin ich insgesamt auf Platz 111. und in meiner Altersklasse M30 bin ich sogar auf Platz 22.


Ich ließ mir meine Medaille gravieren, ging duschen, massierte die Waden und Oberschenkel mit der Blackroll. Anschließend noch zum Italiener, gute Pasta essen und dann setzte ich mich schon wieder ins Auto Richtung Berlin.

Mein Resümee zum 21. Hamburg Halbmarathon ist.
Die kleinen und mittleren Anstiege wie auch das  Gefälle haben es in Summe in sich. Ich ärgerte mich über meinen offenen Schnürsenkel, das hätte nicht sein müssen.
Ich fühlte mich nicht sonderlich gut und war am Ende von meiner Leistung überrascht. Ich blieb stets vor dem Pacer der mir meine Zielzeit vorgab. Hatte noch kleine Energiereserven für den Sprint und habe meine Bestzeit auf den 21 Kilometern um fünf Minuten und zehn Sekunden verbessert, vor allem habe ich das nicht auf einer flachen Strecke geschafft.

Besonders gefreut habe ich mich persönlich über einen Läufer aus Stuttgart den ich zirka bei KM 18. traf. Er ging langsam am linken Streckenrand. Ich sprach ihm im Lauftempo an und ermutigte ihn weiterzumachen, rief ihm zu "mach weiter". Nach ein paar Metern lief er hinter mir, ja klar kann er ein Konkurrent sein, das kam mir in diesem Moment aber nicht in den Sinn.
Ich freute mich, dass ich ihn erfolgreich ermutigen konnte und er den Wettkampf wieder aufgenommen hatte. Wir sprachen kurz miteinander, ich fragte ihn was los war. Er war das Rennen zu schnell angegangen und ist bei KM 17. eingebrochen. Wir sprachen das Lauftempo ab, ich sagte ihm, dass ich bis zum Start mein Tempo nicht verändern und nur vorm Ziel nochmal anziehen werde. Es klappte wunderbar, ich zog ihn bis zum Ziel. Er bedankte sich nach dem Ziel herzlich bei mir und das freute mich persönlich sehr.

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